Offene Lernlandschaften für eine bewegte Schule
Entwürfe für die Stadtteilschule Leuschnerstraße in Hamburg Lohbrügge mit offenen Lernflächen, Bewegungsinseln und grünen Klassenzimmern
In Hamburg Lohbrügge entsteht mit der Stadtteilschule Leuschnerstraße eine neue Schule in direkter Nachbarschaft zur bestehenden Grundschule. Gemeinsam bilden beide künftig eine Langformschule. Der Entwurf für das Gebäudeensemble stammt vom Architekturbüro Auer Weber, das den Wettbewerb für sich entscheiden konnte. Der Bau befindet sich derzeit im Rohbau, die Fertigstellung ist für 2028 vorgesehen.
Im Zentrum unseres Entwurfs steht ein Schulkonzept, das Lernen und Bewegung eng miteinander verknüpft. Auf jedem Geschoss ist eine offene Lernlandschaft mit integrierter Bewegungsinsel vorgesehen, ergänzt durch großzügige Außenterrassen als „grüne Klassenzimmer“. Diese sind direkt an die Lernbereiche angebunden und erweitern das Lernen selbstverständlich ins Freie. So entstehen vielfältige Lernorte für gemeinschaftliche Formate und individuelles Arbeiten im Schulalltag.
Im Mittelpunkt stehen die Kompartments mit den offenen Lernwelten.
Offene Lernbereiche mit differenzierten Zonen für Input, Austausch und individuelles Arbeiten
Die Lernlandschaften sind als offene, klar strukturierte Bereiche organisiert, die unterschiedliche Formen des Lernens parallel ermöglichen. Zonen für Gruppenarbeit, geschützte Einzelarbeitsplätze und gemeinschaftliche Flächen greifen ineinander und bieten den Schüler:innen vielfältige Möglichkeiten, ihren Lernort je nach Aufgabe zu wählen.
Jede Lernlandschaft verfügt über zwei klar definierte Inputsituationen für gemeinsame Phasen sowie über eine integrierte Bewegungsinsel. Ergänzt werden die Innenräume durch die direkt angebundenen „grünen Klassenzimmer“, die das Lernen selbstverständlich nach außen erweitern und zusätzliche Aufenthaltsqualitäten schaffen.
Übersicht der Lernlandschaft mit Zonierung in Bereiche für Input, Gruppenarbeit, Rückzug und Bewegung
Bereich für Musik und Tanz mit Arbeitsplätzen am Fenster
Musikbereich mit Bewegungsfläche und Sitzmöglichkeiten
Gruppenarbeitsplätze mit Stehtisch, runden Tischen und Tafelbereichen
Offener Kommunikationsbereich mit Stauraum und unterschiedlichen Sitz- und Arbeitsmöglichkeiten
Blick in die Lernlandschaft mit Sitzpodest, Vorhängen und unterschiedlich nutzbaren Arbeitsbereichen
Blick in die Lernlandschaft mit zentralem Podest und klar gegliederten Zonen für gemeinsames und individuelles Lernen
Lernlandschaft mit zentraler Arbeitszone, Stauraum und Bereichen für Austausch und konzentriertes Arbeiten
Mensa als Aufenthalts- und Begegnungsort
Zwei Entwurfsansätze für unterschiedliche räumliche Atmosphären und Nutzungen
Für die Stadtteilschule Leuschnerstraße entwickelten wir ein räumliches Konzept für die Mensa, das den großen, offenen Raum klar strukturiert. Zentrale, raumbildende Elemente gliedern die Fläche und schaffen eine Abfolge unterschiedlicher Zonen. Große Tische, Sitznischen und Fensterplätze mit Blick ins Grüne bieten verschiedene Aufenthaltsqualitäten.
Ergänzt wird die Struktur durch unterschiedliche Sitz- und Tischsituationen sowie klare Blickachsen im Raum. Kiosk und Ausgabe sind als zentrale Anlaufpunkte positioniert und verbinden die verschiedenen Bereiche miteinander. So entsteht ein vielseitig nutzbarer Aufenthaltsraum für Essen, Aufenthalt und Austausch.
Der eine Entwurf setzt auf eine offene Raumstruktur und gliedert über Möblierung und Pflanzen.
Kiosk als Treffpunkt in der Mensa
Ein Pflanzenregal trennt den Sitzbereich von der Essensausgabe
Sitznischen und Fensterplätze in einer ruhigeren Zone
Der zweite Ansatz strukturiert den Raum über prägnante, raumbildende Elemente.
Hohe Baukörper strukturieren den Raum
Sitznischen und Fensterplätze in einer ruhigeren Zone
Ein Pflanzenregal trennt den Sitzbereich von der Essensausgabe
Mediensammlung als offener Lern- und Aufenthaltsort
Zugängig vom Foyer und nach außen sichtbar, bildet sie einen zentralen Ort im Schulalltag
Die Mediensammlung ist direkt an das Foyer angebunden und von außen einsehbar. Sie bildet einen zentralen Ort im Gebäude, der Lernen, Aufenthalt und Austausch miteinander verbindet und zugleich als sichtbare Schnittstelle zur Öffentlichkeit wirkt.
Die drei Entwurfsansätze untersuchen unterschiedliche räumliche Strategien: ein kompakter, raumbildender Kern, eine klare Struktur aus Einbauten sowie eine offenere Lösung mit freistehenden Möbeln. So entstehen jeweils unterschiedliche Atmosphären und Nutzungsqualitäten.
Großer blauer Einbaukubus mit integrierten Regalen und Arbeitsplätzen
Freistehende, geschwungene Regale strukturieren eine offene Mediensammlung
Mediensammlung mit zentralem Lesekern
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