1912 eine Mädchenschule, heute offene Lernwelten
Entwürfe für die neu gegründete Grundschule Isestraße im denkmalgeschützten Schulbau, in dem heute eine moderne Lernumgebung mit offenen Kompartments entstanden ist
Die Grundschule Isestraße entsteht in einem Ensemble aus zwei sehr unterschiedlichen Bestandsbauten: einer ehemaligen Mädchenschule von 1912 und einem Erweiterungsbau aus den 1970er Jahren. Im ersten Bauabschnitt haben wir uns auf den historischen Bestand konzentriert.
Die Herausforderung war, die bestehenden, eher kleinteiligen Strukturen in offene Lernlandschaften zu überführen und gleichzeitig einen großzügigen Mensabereich zu entwickeln.
Hier zeigen wir die bereits fertiggestellten Bereiche der Lernlandschaften und der Mensa.
Grundlage dafür war das zuvor von uns entwickelte Corporate Design mit Logo, Farbwelt und Website, das es in den Raum zu übersetzen galt (Link: Corporate Design für die Isestraße). Farben, Materialien und räumliche Atmosphäre greifen diese Identität auf und führen sie konsequent weiter. Aktuell arbeiten wir im zweiten Bauabschnitt im Gebäude von 1972, in dem ein neues Foyer mit Verwaltung, eine Bibliothek, Bewegungsräume und weitere Kompartments entstehen, die beide Gebäudeteile zu einem zusammenhängenden Ganzen verbinden.
Im Mittelpunkt stehen die Kompartments mit den offenen Lernwelten.
Offene Lernlandschaften strukturieren den Schulalltag in unterschiedliche Zonen für konzentriertes Arbeiten, Austausch und Rückzug. Die Kompartments verbinden gemeinsames Lernen mit individuellen Arbeitsmöglichkeiten.
Treffpunkt in offener Lernlandschaft
Der "Famiientisch"
Sitznischen
Verschiedene Arbeitsbereiche für individuelles Lernen
Mensa als Aufenthalts- und Begegnungsort
Unterschiedliche Sitzsituationen und eine natürliche Atmosphäre prägen die Nutzung im Schulalltag
Auch die Mensa ist als vielseitiger Aufenthaltsort gedacht. Unterschiedliche Sitz- und Stehbereiche bieten den Kindern die Möglichkeit, je nach Situation und Vorliebe zu wählen: am Gemeinschaftstisch, geschützt in einer Nische, am Fenster oder kurz am Stehtisch.
Ein prägendes Element ist ein echter Baumstamm, über dem runde Akustikpaneele wie eine abstrahierte Baumkrone angeordnet sind. Ergänzt wird der Raum durch Sitznischen aus Holz, Fensterplätze und kleinere Tischsituationen, die eine eher caféartige Atmosphäre schaffen.
Sitzbank mit runden Tischen und Tapete mit Baum-Querschnitt als caféartige Aufenthaltszone
Baumstamm mit darüber angeordneten Akustikpaneelen als abstrahierte Baumkrone
Garderoben mit Durchblick
Trotz begrenzter Fläche bleiben die Fenster sicht- und nutzbar
Tiefgarage als Pausenhof
kreative Raumnutzung für mehr Bewegungsfreiheit
Darf in einer Tiefgarage Fussball gespielt werden? Oder gewerkelt? Getobt? Diese Frage stand am Anfang, als es darum ging, das Problem mit dem knapp bemessenen Platz für den Pausenhof kreativ zu lösen. Aus der Diskussion um die Standorttauglichkeit entstand die Idee, die bestehende Tiefgarage als erweiterte Pausenfläche zu nutzen. Unser Entwurf bringt Tageslicht ins Untergeschoss und verwandelt die Fläche in eine freundliche, vielseitig nutzbare Erweiterung des Schulhofs.
Mit einem schnellen Konzeptansatz durften wir das flache Untergeschoss neu denken: Bewegungszonen, kommunikative Bereiche und Spielelemente strukturieren den Raum und schaffen eine lebendige Pausenlandschaft. Dabei geht es nicht nur um eine gestalterische Aufwertung, sondern auch um die visuelle Vorwegnahme von möglichen Nutzungen – ein Forum für Bewegung, Begegnung und kreative Entfaltung.
So schön ist es geworden!
Ein Blick in die Lernlandschaft...
...und in die Mensa
"Schule" muss sich angesichts rapider gesellschaftlicher Veränderungen verändern. Gedanken dazu - und wie wir die Aufgabe "Design-Konzepten für Umgebungen" sehen-
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