Blick ins Juni.Studio

Die passende Umgebung für unser neues Studio: ein historisches Industrieareal in Ottensen.
Im Corona-Jahr bezogen wir neue Räumlichkeiten.
An bekannter Stelle.

Mehrblick, unser Produktionspartner, hält schon seit längem die Stellung in diesem Stadtteil. Doch die ehemaligen Kolbenwerke sollten abgerissen werden. Unaufhaltsam; Gentrifizierung eines ehemaligen innerstädtischen Industrieareals. Durch die Gründung einer Genossenschaft enstand glücklicherweise ein Gesamtkonzept mit der Idee der Integration von "Wohnen UND Arbeiten" . So sollten Teile des Komplexes erhalten bleiben und damit eine große Fabrikhalle für lokale Handwerksbetriebe, die in guten Stadtlagen meist keine Bleibe mehr finden.

unser Umzug auf das Gelände der Kolbenhöfe

Seit diesem Jahr sind wir auch Mitglied in der Genossenschaft Kolbenwerg eG. Unser Studio liegt nun unmittelbar bei den produzierenden Gewerbebetrieben, den Tischlern, dem Schmied, den Agenturgemeinschaften und Künstlerkollektiven. Hier gibt es eine inspirende Vielfalt: Filmausstatter, Surf- und Skateboardbauer, Oldtimer-Spezialisten, Industriekletterer und Kunsthändler... Die Aufzählung ließe sich problemlos fortsetzen. Die Umgebung, mit viel Backstein und sichtbar im Umbruch, passt dazu. Nicht nur für kurze Wege innerhalb Hamburgs.

Nachdenken und Vorfreude durch Visualisierungen

Der Umbau fiel genau in die Zeit des ersten Lockdowns - und damit in die Zeiten von Homeoffice. Also vom Rothenbaum ins Homeoffice und von da schliesslich auf die Kolbenhöfe. Im Homeoffice hatten wir ein wenig Gelegenheit nachzudenken: Über unseren eigenen "new way of work", also wie unsere neue Arbeitsumgebung aussehen soll. Und "Nachdenken", das tun wir am liebsten mit Hilfe von Visualisierungen, genau so, wie wir das für unsere Kunden tun. Dabei ging es uns nicht um die Entwicklung eines "repräsentativen" Offices. Wesentlich war die Fragestellung; ein Arbeitsraum, was ist das für uns? Zu allererst -aus den praktischen Erfahrungen des Lockdowns heraus- bitte KEIN Homeoffice!!! Unser Arbeitsplatz muss nicht so aussehen wie "Zuhause". Wir brauchen Arbeitsatmosphäre, Ruhe, Konzentration, Funktionalität, Wohlfühlen, Besprechungen (auch mit Kunden), Flexibilität, Kaffekochen. Wir brauchen keine Gimmicks und Gags (wie z.B.  Rutsche, Flipper, Carrerabahn oder einen Minigolfplatz) aber bitte auch keine klösterliche Kargheit.

Die ursprünglichen Räumlichkeiten (ehemalige Sanitärräume!) haben wir schnell in 3D am Rechner gebaut um die Dimensionen zu erfassen. Offensichtlich ließ der Grundriss wenig Großzügigkeit zu. So haben wir zwei der Räume miteinander verbunden. Ein länglicher Raum, mit einem langen Tisch, der gleichermaßen zum Arbeiten und Besprechen taugt. Für uns und eine wechselnde Zahl von freien Mitarbeitern. Die Tischgestelle hat uns übrigens unser Nachbargenosse, der Schmied gebaut. Holz (Tischplatten und mehr) kam natürlich von Mehrblick. Ein kleine Küche passte auch noch in eine Nische.

Die frühen Renderings (hier mehr zu unserem Arbeitsmittel Renderings)  sehen tatsächlich wie erwartet dem Endergebnis ähnlich. -Und das, obwohl wir uns nicht sklavisch an unser eigenes Vorbild gehalten haben und wir uns bei der Möblierung am Bestand orientierten.

Fazit, wir fühlen uns hier wirklich wohl und - wer hätte das gedacht? Unser Studio bietet viel mehr Raum für Inspiration, Austausch und Kreativität als das Homeoffice.

3-D-Renderings

Fast schon eine Collage, denn hier wurden im Prozess wiederholt Teilbereiche gerendert. Beispiel einer Fragestellung: Wie sehen denn unsere vorhandenen Arbeitsstühle aus, oder müssen wir andere suchen? Übrigens, die TGA-Elemente an der Decke; unter der ehemaligen Rasterdecke vermutet, konnten doch alle rausgenommen werden.

So sieht unser Besprechungs- und Arbeitsraum nun tatsächlich aus.

damals...

JUNI.STUDIO plante schon längere Zeit auf die Kolbenhöfe zu ziehen. Hier ein Bild aus der Zeit als die Halle noch unrenoviert war. Fotoshooting mit Benny.