Entwurf oder Kauf? Das war hier die Frage.

Für vorhandene Stühle musste endlich ein passender Tisch gefunden werden. Eigentlich das passende Thema für JUNi.STUDIO. Unsere Haltung: Wir sind Designer, wir machen ein richtiges Projekt daraus und entwerfen selber. Dann lassen wir den TISCH von unseren Lieblingstischlern bauen. Stattdessen entwickelte sich der Prozess in Richtung einer Selbstberatung und zeigt damit exemplarisch unsere Arbeitsweise.

Eine digitale Umgebung, zur Visualisierung, bestehend aus Wand und Boden, ist schnell am Computer gebaut, mit einer etwas dramatischen Beleuchtung und übertriebenen Texturen. Die 3D-Daten des Stuhls von Thonet fanden sich online. In diese Szene erarbeiteten wir schnelle Entwürfe, zB. eine Neuinterpretation eines Gesindetisches und dreibeinige Tischböcke mit rohem Holz, was man eben so als Entwerfer und Entwerferin macht, wenn es um einen praktikablen Tisch geht. Zur vergleichenden Beurteilung dienten jedoch auch Renderings mit bekannten Klassiken und aktuellen Designs.

Schliesslich schaffte es der Solvay von Prouvé, ein Klassiker. Die Version komplett in Eiche. Oben im ersten Bild zu sehen.

Die Erkenntnis; ein Visualisierungsprozess schafft einfach nur Klarheit für das weitere Vorgehen. Auch in dem Sinne, den Arbeitsaufwand in Grenzen zu halten. Es muss nicht um jeden Preis ein neuer Entwurf realisiert werden wenn man mal einen neuen Tisch braucht.